Projekt Lebenswelt

Seit 2006 gibt es am Agricolagymnasium für Schüler*innen der Klassen 9-12 jedes Jahr ab September die Möglichkeit, sich im Projekt „Lebenswelt“ in sozialen oder soziokulturellen Einrichtungen ehrenamtlich zu engagieren. Bisher haben sich ca.400 Schüler*innen beteiligt.
In ihrer Freizeit arbeiten sie ein halbes Jahr lang freiwillig mindestens 28 Stunden mit Kindergarten- oder Hortkindern, Migrant*innen, älteren und pflegebedürftigen Menschen oder unterstützen Sportvereine.
Das Projekt soll Mädchen und Jungen einen Zugang zu ehrenamtlichem Engagement bieten und sie so zu aktivem Handeln für die Gesellschaft anregen.
Die Jugendlichen suchen sich selbst eine Einrichtung aus und werden in Workshops zu Themen wie Ausgrenzung, soziale Integration und Toleranz auf ihren Einsatz vorbereitet.
Die Teilnehmer*innen können während ihrer Tätigkeit in den Einrichtungen eigene Ideen einbringen. Dadurch erweitern sie ihren Erfahrungshorizont, indem zum Teil sehr persönliche Kontakte zu behinderten Menschen, Senioren oder Kindern entstehen.
Begleitet werden sie von Ansprechpartner*innen in der Schule sowie in den jeweiligen Einrichtungen. Im Schuljahr 2018/19 übernahmen Frau Strobach und Frau Göbke die pädagogische Betreuung in der Schule.
Die während des Projektes gemachten Erfahrungen werden in Dokumentationen festgehalten und in einem Abschlussworkshop reflektiert, am Tag der offenen Tür sowie in den sozialen Medien präsentiert.
Das Engagement unserer Schüler*innen ist sehr lobenswert.
Mehrfach erhielten sie Anerkennungen und Auszeichnungen.

H. STROBACH und K. GÖBKE

Was die Schüler*innen darüber sagen:

S. Steinkopf arbeitete 2017/2018  und 2018/2019 im Projekt
Ich finde es gut, dass uns im Projekt „Lebenswelt“ die Möglichkeit gegeben wird, sich sozial zu engagieren. Dafür habe ich die D-Jugendmannschaft des SV Großgrimma ausgewählt. Meine Aufgabe besteht in der Unterstützung der Trainer. Im Vorfeld habe ich mit ihnen den Aufbau des Trainings besprochen. So kann ich jede Stunde gründlich vorbereiten….
Im Laufe der Zeit durfte ich immer mehr Übungsleiteraufgaben übernehmen. Dadurch wurde ich sicherer im Umgang mit meinen Schützlingen.
Die Arbeit mit den Kindern hat mir viel Spaß gemacht. Ich konnte ihnen meine Erfahrungen vom Fußball, auch die Freude an Bewegung und am Sport vermitteln. Meine Ratschläge wurden dankbar angenommen und befolgt.
Stolz hat mich gemacht, dass meine Schützlinge und die Trainer gefragt haben, ob ich die Mannschaft weiter begleite. Dies habe ich sehr gern angenommen. Ich möchte die Prüfung als Trainer ablegen, um später eine Kindermannschaft zu übernehmen, da Fußball den Teamgeist, die soziale Kompetenz sowie Beweglichkeit und Koordination fördert.

L. Schaschek arbeitete 2017/2018 und 2018/2019 im Projekt
Mir hat die Woche in der Kita „Villa Hosenmatz“ wieder sehr viel Spaß gemacht. Durch meine Tätigkeit habe ich erfahren, wie wichtig der Beruf der Erzieherinnen und Erzieher ist. Sie sind wichtige Bezugspersonen für die Kinder und bringen diese in ihrer Entwicklung voran…. Mein Fazit: durch das Projekt habe ich sehr großen Respekt vor den Menschen, die sich täglich um ihre Mitmenschen kümmern oder sich sozial engagieren…

A. Gronwald arbeitete 2017/2018 im Projekt
In den 4 Tagen, die ich in der Kita „Anne Frank“ tätig war, konnte ich viele Erfahrungen sammeln. Der Beruf der Erzieherin ist weitaus anstrengender als ich dachte, aber man bekommt auch etwas zurück. Sobald ein Kind lächelt, sind alle Strapazen vergessen. Ich habe gelernt, dass man im Umgang mit Kindern Ruhe und Geduld bewahren muss.

C. Landeck arbeitete 2018/ 19 im Projekt
Die Erzieher der Kita „Käthe Kollwitz“ behandelten mich sehr freundlich und erklärten mir meine Aufgaben gut. Die Zeit im Kindergarten war eine tolle Erfahrung für mich. Ich könnte mir vorstellen, ein weiteres Praktikum an diesem Ort zu absolvieren.

M. Huth arbeitete 2018/2019 im Projekt
Ich fand es eine gute Idee,  das Projekt in der Kita „Käthe Kollwitz“ zu absolvieren. Diesen Kindergarten habe ich als Kind besucht. Jetzt war ich als „Erzieherin“ dort. Für mich war das eine sehr schöne Zeit  mit neuen Erfahrungen, denn ich mag Kinder und interessiere mich für den Beruf der Kindergärtnerin.   

A. Ritter arbeitete 2016/2017 und 2017/2018 im Projekt
Im Altenpflegeheim „Am Wasserturm“ habe ich gelernt, wie man mit alten Menschen umgeht. Ich durfte die Bewohner in ihren Zimmern „besuchen“. Das war für mich so, als ob ich in die ganz individuelle Welt des Bewohners eintauche…
Ich habe großen Respekt vor der Arbeit, die die Leute dort leisten.