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Das Medienmobil im Einsatz im Agricolagymnasium Hohenmölsen

27 Jugendliche aus der 8a warteten ausnahmsweise mal mit Spannung auf das Ende der Herbstferien. Denn für sie schloss sich eine Projektwoche zum Thema Soziale Netzwerke an.

 

Angeboten und finanziert wurde dieses Projekt von der Medienanstalt Sachsen-Anhalt. Zusammen mit dem Medienpädagogen Christian Klisan erschienen vier junge Erwachsene, in der Mehrzahl Studenten der Studienrichtungen Medienpädagogik oder verwandter Fachrichtungen. Am Anfang stand ganz viel Information zu Sozialen Netzwerken und den Gefahren, die damit verbunden sind
Die  harmlose Frage: „Wie viele Freunde habt ihr denn auf facebook?“  führte zu der Erkenntnis, dass meine 1000 Freunde auf facebook eventuell auch so viele Freunde haben, die alle mein Profil einsehen können, darunter vielleicht auch mein zukünftiger Chef. Kleine Filme zeigten,wie peinlich es sein kann, wenn mein neuer Schwarm alle alten Fotos von meinen Ex-Schwärmen im Internet betrachten kann.  Doch das muss nicht sein – so lautete die Botschaft von Herrn Klisan. Dazu gibt es die Sicherheitseinstellungen! Einige der Schüler änderten sie noch am gleichen Tag.
Doch dieses Wissen sollte nicht theoretisch bleiben, sondern künstlerisch umgesetzt werden. In vier Kleingruppen arbeitete die Klasse sechs bis acht Stunden am Tag daran, kleine Filme zu drehen, die die Gefahren des Internets zum Thema hatten. Sie erarbeiteten selber das Drehbuch, drehten und  schnitten ihre Filme und verschönerten sie mit untergelegter Musik.  Natürlich mit Hilfe der Profis, die dafür sorgten, dass auch Wissen über Kameraeinstellungen und technische Effekte eingesetzt wurde. Nach vier Tagen ununterbrochener Arbeit, die oft auch in den Pausen weitergeführt wurde, wurden vier äußerst lustige und originelle Kurzfilme  der Schülerinnen und Schüler den jeweils anderen Gruppen präsentiert. Unter großem und wohlverdientem Applaus!

Einige Schülerstimmen:

Es war wirklich informativ. Am Anfang haben wir sehr lang über Facebook und soziale Netzwerke gesprochen, dabei habe ich viel gelernt, z.B. wie ich mich schützen kann, dass Whats App sehr unsicher ist und ich nicht alle Freunde annehmen sollte. Diese Informationen können einem auch später im Leben helfen.

Ich habe gelernt,  wie lange man für so einen Film eigentlich braucht und wie schwer es ist, die verschiedenen Emotionen auszudrücken. Er ist auch sehr interessant mal zu sehen, wie so ein Film entsteht und wie man einen Film schneiden kann, damit er schön wird. Im normalen Unterricht würde man nie etwas über Kameraeinstellungen, Schneiden oder das Filmen lernen. Gut war auch, dass die Projektleiter selbst bei Facebook waren und uns Tipps gegeben haben, nicht so wie Erwachsene, die alles nur schlecht reden und abschaffen oder verbieten wollen. Dadurch dass die Gruppen gezogen wurden, konnte man auch Kontakt zu Leuten aufbauen, mit denen man sonst eigentlich nicht so viel zu tun hat. Dadurch haben wir uns auch besser kennen gelernt.
Wir hatten in der Woche Spaß und haben uns immer auf den nächsten Tag gefreut, was auch mal wichtig ist!

Ich finde, man sollte so etwas öfters machen!