In der Kung-Fu-AG mit dem Einrad auf Tour gehen

Besuchern des Agricolagymnasiums könnten mittwochs von 13:30 bis 15:00 neun Mädchen und Jungen auf Einrädern entgegenkommen. Ein gastierender Zirkus ist weit und breit nicht zu sehen. Dass gleich zwei oder drei Schüler/innen nebeneinander fahren und sich dabei noch die Hände auf die Schultern legen ist eigentlich nur Mittel zum Zweck.
Einradfahren macht viel Spaß, dient aber auch der Schulung des Gleichgewichts und der Koordination.
Diese Fähigkeiten benötigen die Schüler bei ihrer Kampfsportart: Kung Fu  „Vo-Dao-Vietnam“.
Seit dem Schuljahr 2015/16 leitet Sandra Steinhage, Trainerin und Meisterin der Kampfkunst „Vo-Dao-Vietnam“, unsere Kung-Fu-AG. Sandra Steinhage meint: „Nicht das Kämpfen an sich steht im Vordergrund, sondern die Fähigkeit, sich in Konfliktsituationen ohne Gewalt selbst zu behaupten und im Notfall zu verteidigen.“ Sie fördert bei den Kindern und Jugendlichen unter anderem das notwendige Selbstbewusstsein, Körperbeherrschung, Fitness, Durchhaltevermögen und Geschicklichkeit.
Eigentlich wollte Helene Böhmert in der Arbeitsgemeinschaft Kung Fu lernen. Ihre Mutter bestärkte sie: „Das ist ein schöner Sport!“
Seit dem 2. Schulhalbjahr kam nun das Einrad hinzu. Helene war in unserer Ganztagsschule schon in mehreren Arbeitsgemeinschaften aktiv, sogar in der Schreibwerkstatt. Kung Fu und Einrad entsprechen besonders Helenes Interessen und Neigungen. Seit April hat sie ein eigenes Einrad. Ihre Lernfortschritte sind groß. Das Geradeausfahren klappt schon super. Nun feilt Helene an ihrer Technik beim Aufsteigen.
Fahren mit dem Einrad lernt man am besten in kleinen Gruppen. In unsere Arbeitsgemeinschaft halten sich die Kinder beim Üben gegenseitig oder fahren mit den Händen auf den Schultern des Partners nebeneinander.

 

 

Maximilian Peschula aus der Klasse 5a trainiert schon seit seinem 5. Lebensjahr Kung Fu.
In der Kita in Hohenmölsen hat er damit angefangen. Seitdem trainiert er jeden Samstag und ist froh, dass er nun auch in der Schul-AG diesen Sport betreiben kann. Das Training zahlt sich aus: Maximilian gewann bereits Wettbewerbe im „Freikampf“ gegen Partner aus Erfurt, Jena, Weißenfels und Naumburg. Obwohl mit Box-Handschuhen gekämpft wird, erfordert der Kampf über drei Runden viel Mut und Ausdauer.
Sicher wird Maximilian Peschula wie seine Trainerin auch einmal Meister der Kampfkunst „Vo-Dao-Vietnam“. Mehrere Schülergrade kann er auf diesem Weg jetzt schon erwerben. Der Begründer dieser besonderen Kampfsportart ist der Großmeister Chu-Tan-Cuong. Er lebt in Halle (Saale) und vergibt nach strengen Prüfungen die Schülergrade und Titel.

Für unsere Kung-Fu-Gruppe gibt Sandra Steinhage zunächst andere Meilensteine vor: „Hockey oder eine richtige Tour mit dem Einrad ist unser nächstes größeres Ziel.“

Ray Wille

► Link zur Kung-Fu-Schule “Vo-Dao-Vietnam“: www.vo-dao-vietnam.de

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