Graffiti-Projekt

Am Mittwoch, dem 8. Mai 2013 fand an unserer Schule das von der enviaM-Gruppe gesponserte, durch die Stadt Hohenmölsen unterstützte, von den Fächern Kunst und Ethik initiierte sowie von den Graffiti-Künstlern Susann Seifert und Ralf Hecht geleitete Graffiti-Projekt der 7. Klassen statt. Mit Spannung verfolgte und dokumentierte die regionale, aber auch überregionale Presse das Ereignis.

Schon um 07:45 Uhr begann das Graffiti-Projekt im Bürgerhaus mit einem Vortrag, bei dem die Künstler den Schüler/innen allerhand Informationen rund um das Thema „Graffiti“ nahe brachten. Neben der Theorie weckten besonders die anschaulich berichteten Erfahrungen der Künstler, wie auch die gezeigten Bilder zur künstlerischen Vielfalt im Bereich Graffiti und Street Art, das Interesse der Schüler/innen. Angeregt durch diese Eindrücke nutzten sie gerne die Möglichkeit, ihrer Kreativität auf den eigens dafür angebrachten Papiertischdecken freien Lauf zu lassen. Dabei entstanden allerhand sehenswerte Kunstwerke.

 

Ein besonderes Anliegen der beiden Referenten war es, den „ethischen Zeigefinger“ zu erheben und den Teenagern auch die Schattenseiten bewusst zu machen. Sie sensibilisierten die Jugendlichen dafür, dass es einen Unterschied zwischen Graffiti-Kunst und einfachen Schmierereien gibt, dass das „Malen“ an fremdes Eigentum illegal ist und schwerwiegende Konsequenzen sowohl für die Akteure selbst als auch für die davon Betroffenen mit sich führt. In diesem Zusammenhang wurde deutlich, dass gesetzeswidrige Schmierereien das Sicherheits- und Lebensgefühl der Bürger in den Städten und Gemeinden beeinträchtigt.

Nach der Mittagspause durften die Schüler/innen selbst, mit dem Gestaltungswerkzeug "Sprühdose", künstlerisch tätig werden. Jede 7. Klasse befreite zunächst "ihr" Wartehäuschen von den unzähligen Schmierereien. So erhielten sie ein Gefühl dafür, welcher Aufwand betrieben werden muss, um illegale Graffiti zu entfernen. Nach getaner Säuberungsarbeit ergatterten alle Schüler/innen eine „Opferdose“, mit der sie sich das erste Mal auf großen Pappen ausprobieren konnten. Die Künstler, aber auch die anwesenden Kunstlehrerinnen, gingen herum und gaben den Jungendlichen hilfreiche Tipps. Ausgestattet mit den praktischen Erfahrungen ging es mit viel Enthusiasmus an die fantasiereiche Gestaltung der Bushaltestellen. Schon in der Entstehungsphase blieben Passanten und Mitschüler/innen neugierig stehen und staunten. Unter Anleitung erschufen die Schüler/innen im harmonischen Miteinander einen Blickfang, an dem sich nun alle erfreuen können.

Dank der enviaM-Gruppe, der Stadt Hohenmölsen, der Graffiti-Künstler, der anwesenden Lehrer/innen und der disziplinierten sowie engagierten Mitarbeit der Jugendlichen können wir auf ein gelungenes und lehrreiches Projekt zurückblicken.

Kreißl